Unter dem Codenamen “Light Peak” entwickelt, ist Intels neu entwickelte Übertragungsschnittstelle nun endlich als “Thunderbolt” in den ersten Endgeräten angekommen. Genauer gesagt in den iMacs und MacBooks der neuesten Generation, denn momentan kooperiert Intel exklusiv mit Apple, um den Thunderbolt Anschluss auf dem Markt zu platzieren. Demnach ist der Nutzerkreis für diesen neuen Übertragungsstandard momentan noch recht eingeschränkt, und rekrutiert sich nur aus Nutzern, die über aktuelle Apple Geräte verfügen.
Ohne Thunderbolt Kabel bringt der neue Anschluss nichts
Aus rein technischer Perspektive betrachtet weiß Thunderbolt dabei durchaus zu überzeugen: Der neue Anschluss wartet mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 20 Gbit/s auf. Dies überschreitet die Übertragungsraten von USB 3.0 als dessen klarer Konkurrent Thunderbolt positioniert ist, deutlich. Leider sind Thunderbolt Kabel in der Fertigung momentan noch recht teuer und kompliziert, was dazu führt dass sie zu äußerst stattlichen Preisen erworben werden müssen.
Peripheriegeräte mit Thunderbolt ansteuern
Doch Thunderbolt kann weit mehr als lediglich Daten übertragen: Per “Daisy Chain” Technologie lassen sich bis zu 7 Thunderboltgeräte an einem Anschluss hintereinander schalten. So ist es beispielsweise möglich, mehrere Festplatten und ein Display über einen einzigen Thunderbolt Anschluss zu betreiben. Denkbar für die Zukunft ist es, sämtliche Peripheriegeräte an einen einzigen Thunderbolt Anschluss anzuschließen. Insbesondere für Macbooks, die traditionell für wenige Anschlüsse verfügen, ein interessantes Verwendungsmodell.
Noch sind kaum Thunderbolt Geräte auf dem Markt
Thunderbolt ist zwar bereits seit Februar 2011 auf dem Markt, konnte sich als Übertragungsstandard aber noch kaum durchsetzen. Knapp ein Jahr nach der Markteinführung sind immer noch kaum Thunderbolt-kompatible Geräte im Handel erhältlich. Ausnahmen stellen das neueste Cinema Display von Apple und eine externe Festplattenreihe von LaCie dar, die beide über Thunderbolt angesprochen werden. Beide Produkte bewegen sich preislich jedoch im absoluten Premiumsegment und werden daher kaum dazu beitragen, Thunderbolt massenmarkttauglich zu machen. Günstige Speichermedien mit Thunderbolt-Anschluss wird es in naher Zukunft aufgrund der hohen Fertigungskosten des Anschlusses und der Thunderbolt Kabel wohl auch nicht geben. In welche Richtung sich Thunderbolt entwickelt darf daher mit großer Spannung erwartet werden, für Infos einfach hier schauen thunderbolt-adapter.org.
Schreiben Sie einen Kommentar